Neues Schuljahr, neuer Start, neue Chance?

Hüh und Hott, hin und her, rein und raus... Es ist nicht leicht, wenn es Wunsch der Eltern ist, dass das Kind zum katholischen Religionsunterricht gehen soll. Es ist sehr wahrscheinlich weitaus schwieriger, als sich für den evangelischen Religionsunterricht anzumelden.

Trotzdem steht für viele Eltern, deren Kinder ab Sommer in die Schule kommen, ab Mai der sogenannte „nullte“ Elternabend an, bei dem sich die Eltern für eines der drei Wahlpflichtfächer (Ethik, katholische oder evangelische Religion) entscheiden müssen.

Wie sollen sie reagieren, wenn von vornherein seitens der Schule der katholische Religionsunterricht mangels Beteiligung ausgeschlossen wird? Was passiert, wenn es wirklich zu wenig Kinder für eine Gruppe sind, und man dann die, vor allem logistischen, Konsequenzen tragen muss? Ist das alles eine zu hohe Belastung für die Kinder?

Ich habe darüber mit Frau Nothelle gesprochen. Sie ist im Bistum Dresden-Meißen Diözesandirektorin für Religionspädagogik und hat Folgendes empfohlen: Eltern, die wollen, dass ihr Kind zum katholischen Religionsunterricht gehen soll, sollen es auch dafür anmelden. Bitte den Satz verändern: Da es ordentliches Unterrichtsfach ist, besteht ein Anspruch darauf.Die Aussage bereits im Vorfeld, dass der katholische Religionsunterricht mangels Beteiligung ausfällt, ist unzulässig. Eine Gruppe muss gebildet werden, wenn mindestens 8 Kinder dafür angemeldet sind. Es ist gängige Praxis, dass es Ausnahmegenehmigungen bereits für Gruppen ab 6 Kindern gibt. Auch eine jahrgangsgemischte Gruppe über zwei Klassenstufen, idealerweise Klasse 1 und 2 zusammen und Klasse 3 und 4 ist möglich. In jedem Fall muss die Schule das zur Kenntnis nehmen und ist dann verpflichtet, sich um den katholischen Religionsunterricht zu kümmern.

Da es diesbezüglich zur Zeit ständig aktuelle Informationen gibt, sei an dieser Stelle nochmal auf die Homepage der Pfarrei verwiesen: www.leipzig-st-georg.de. Dort finden Sie auch gesammelt die rechtlichen Grundlagen für die Realisierung des Religionsunterrichtes.