< Gemeindeabend am 24. Juni 2015
01.04.2017

Bitte des PGR an Bischof Heinrich Timmerevers


Sankt Georg. Ausgestattet mit Schild und Schwert ist er ausgezogen um gegen das Böse in der Welt zu kämpfen. Er hat den Drachen getötet und die Prinzessin gerettet, dann zog er weiter.

Die Gründer der Gemeinde sind damals ausgezogen, um in der Fremde eine neue Existenz, eine neue Heimat zu finden. Sie haben ihren Glauben mitgebracht und suchten nach einer Möglichkeit,

diesen in der Fremde weiterzuleben. Es entstand ein neuer Stadtteil in einer wachsenden Stadt, eine katholische Gemeinde die auch ein Stück Heimat ersetzen konnte und später Heimat wurde.

Heute ist Gohlis ein wachsender Stadtteil einer wachsenden Stadt. Es ziehen Menschen nach Gohlis, die auf der Suche sind, die für sich und für ihre Kinder Anbindung und Aufnahme in einer Gemeinschaft suchen. Wir wollen Heimat sei für die die kommen aber auch für unsere Kinder und Heranwachsenden, für Senioren, für Frauen und Männer. Aus dieser Gemeinschaft schöpfen wir Kraft und Vertrauen um in unserer Umwelt wirksam werden zu können.

Wir arbeiten in vielfältiger Ökumene mit mehreren Gemeinden, haben niedrigschwellige Angebote in unseren Gemeinderäumen, versuchen sichtbar zu werden für kirchenferne Mitmenschen, unterstützen Projekte der Flüchtlingsarbeit u.v.a.m.

Doch dafür benötigen wir diese Heimat in unseren Räumen, mit den verschiedenen Möglichkeiten, die ein Gemeindezentrum bietet.

In der Gemeinde sind viele ehrenamtlich Mitwirkende tätig, die sich mit viel Herzblut und hohem zeitlichen Aufwand ans Werk machen, ohne die Gemeinde nicht überleben könnte.

Ich als Pfarrgemeinderat hätte gern die vielen Runden und Stunden die für Erarbeitung verschiedener Planungen, Planungsstufen, Vorgesprächen, Bittgesuchen nach Dresden, usw. benötigt wurden, für pastorale Projekte zur Verfügung. Lassen sie dieses und die damit verbundenen Hoffnungen und Träume nicht umsonst gewesen sein. Diese endlose Bau Geschichte raubt uns unsere Kräfte und entmutigt unsere Gemeinde zusehends.

Das tapfere Schwert stützt mittlerweile die Kirchendecke und das Schild schützt uns Anstelle des Kirchendachs vor dem Regen.

Trauriger Sankt Georg.


Unser Leitmotiv